Besonders in den sozialen Netzwerken werden Bilder zur Unterstützung von Inhalten, Botschaften, News oder Geschichten verwendet. Was aber ist überhaupt ein gutes Bild? Und worauf ist bei der Nutzung zu achten?

 

Ansprechend bebildert bleiben Posts, Blog-Artikel und Geschichten dem Betrachter besser im Gedächtnis, sie wirken informativer und sympathischer. Nun sind gute Bilder aber nicht einfach zu finden. Fotos von Bilderdatenbanken sind häufig zu clean und zu unpersönlich, privat geschossenen Bildern hingegen mangelt es an Professionalität.

Henri Cartier Bresson, französischer Fotograf, Maler und Künstler, fand: „Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut!“. Warum aber ist das so? Wie muss ein Bild beschaffen sein, um uns in den schnelllebigen sozialen Netzwerken inmitten einer Fülle von optischen Reizen anzusprechen und zu fesseln? Analysiert man die Bilder, die einem persönlich am Besten gefallen wird man schnell feststellen: abgesehen vom Geschmack sind es höchst individuelle Emotionen, die der Betrachter mit einem Bild verbindet und die dann für „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht mehr“ sorgen.

 

Eine „Faustformel“ gibt es daher nicht. Einige Faktoren sollten Sie bei der Auswahl eines passenden Bildes jedoch beachten.

  1. Professionelles Auftreten

Zunächst sollte ein Bild, dass auf einem Blog oder Unternehmens-Account in den Sozialen Netzwerken Verwendung findet, von einem professionellen Fotografen stammen. Fotos von Laien sind nur dann erlaubt, wenn es sich um interne Themen handelt, beispielsweise Fotos der letzten Weihnachtsfeier, eines Bauprojekts oder ähnliches.

 

  1. Die Zielgruppe beachten

Ein „gutes“ Foto vermittelt dem Betrachter ein Gefühl oder eine Stimmung, die nicht unbedingt angenehm sein muss. Im zahnärztlichen Umfeld denke man etwa an eine Abbildung eines besonders ungepflegten Gebisses. Hier gilt es zu bewerten, ob die Zielgruppe ein Bild mit eher drastischem Inhalt zum Verständnis benötigt – oder ob es auch ein weniger „eindeutiges“ verwendet werden kann.

 

  1. Die Bildechte klären

Achtung: Bilder aus dem Internet dürfen nicht frei verwendet werden. Das gilt auch und besonders dann, wenn sie über Google gefunden wurden. Doch selbst bei Bilddatenbanken muss genau geprüft werden, ob die als „kostenlos“ angebotenen Bilder wirklich von einem Unternehmen auf deren Social Media Kanal verwendet werden dürfen.

 

Für eine sorglose Nutzung professioneller und ansprechender Bilder raten wir unseren Kunden, die Konditionen der einzelnen Anbieter genau zu prüfen. Zu achten ist besonders auf die Unterscheidung zwischen kommerzieller und nicht kommerzieller, bzw. redaktioneller Nutzung. Bei einem Unternehmen, das Bilder auf Facebook postet, ist von einem kommerziellen Interesse auszugehen. Redaktionell bedeutet in diesem Fall, dass das Foto in Verbindung mit tagesaktueller Berichterstattung oder im privaten Umfeld Verwendung findet.

 

Auch die Persönlichkeitsrechte müssen bewahrt werden. Fotografieren Sie auf einem Seminar oder einer Firmenveranstaltung? Handelt es sich um Mitarbeiter? Dies ist vom Gesetzgeber erlaubt. Handelt es sich um Referenten oder Besucher? Holen Sie unbedingt die Genehmigungen derjenigen Personen ein, die auf den Bildern zu sehen sind, das gilt auch für Gruppenfotos. Andernfalls müssen Sie mit Abmahnungen rechnen.

 

Und nun wünschen wir viel Freude bei der rechtssicheren Bebilderung ihrer Social Media Accounts.