Zahnarzt Marketing, Zahnarzt Suchmaschinenoptimierung (Seo) – für Ihre Zahnarztpraxis

Fünf Tipps zur Web-Analyse

Zahnarzt Marketing – Ihre Website ist heute vielfach der erste Anlaufpunkt für potentielle Kunden und darüber hinaus fundamental für Ihr Marketing oder den Support. Je wichtiger „Online-Maßnahmen“ in Ihrem Kommunikations-Mix sind, desto wichtiger ist es auch, über ein effektives Kontrollinstrument hinsichtlich Ihrer Website und Ihrer Online-Kampagnen zu verfügen. Lesen Sie hier 5 essentielle Tipps, die Ihnen helfen, das Thema richtig anzugehen.

Seo Zahnarztpraxis

Tipp 1: Klären Sie Verantwortlichkeiten

Web-Analyse ist kein IT-Thema, sondern dem Controlling zuzuordnen. Die Gesamtverantwortung sollte demnach üblicherweise beim (Online-)Marketing oder dem Controlling liegen. Darüber hinaus sollten Sie jedoch einen Web-Analysten bestimmen, den Sie entsprechend ausbilden und dem Sie genügend Zeit geben sollten, sich in das Thema einzuarbeiten. Denn unkommentierte Daten sind für Nicht-Spezialisten nur schwer zu verstehen. Sie müssen von einem Experten mit dem entsprechenden Fachwissen kommentiert und aufbereitet werden.

 

Tipp 2: Setzen Sie sich Ziele

Um den Erfolg Ihre Web-Analyse-Maßnahmen bewerten zu können, sollten Sie sich messbare Ziele setzen. Je nachdem, was für eine Art Website Sie betreiben, könnten Sie folgende Ziele verfolgen:

  • Downloads von Software, Demos oder Produktinfos
  • Angebotsanfragen
  • An- bzw. Abmeldungen bei Ihrem Newsletter
  • Anmeldungen für bestimmte Termine
  • Suchanfragen

 

Tipp 3: Stellen Sie Ihren Mitarbeitern nur die Zahlen zur Verfügung, die sie brauchen

Nicht jeder muss Einblick in alle Ergebnisse Ihrer Analyse haben. Das führt nur zu Verwirrung und Zeitverlust, da sich dann jeder Mitarbeiter mit Bergen von Zahlen herumschlagen muss. Üblicherweise interessieren z. B. die Geschäftsführung nur Conversion Rates oder die Performance von Kampagnen, während das Web-Team eher etwas über Micro-Conversations oder Drop-Outs Wissen will.

 

Tipp 4: Wählen Sie das passende Analyse-Tool

Der Markt bietet eine Vielzahl von Analyse-Tools. Achten Sie bei der Auswahl zum Beispiel darauf, dass eine einfache und uneingeschränkte Segmentierung möglich ist, dass historische Daten importiert werden können und dass die Software leicht zu bedienen und sauber implementiert ist. Bevor Sie in ein neues Tool investieren, sollten Sie es daher testen und sich eingehend über die Features informieren.

 

Tipp 5: Behalten Sie die wichtigsten Leistungskennziffern im Auge

Folgende Kennziffern liefern wertvolle Erkenntnisse über die Güte Ihrer Website:

  • Pageviews pro Visit
(Wieviele Seiten schaut sich ein Besucher im Laufe eines Besuchs auf Ihrer Website an?)
  • Unique Visitor/Visitor
(Wie ist das Verhältnis neuer Besucher zur Gesamtzahl Ihrer Besucher? Haben Sie viele wiederkehrende Besucher, sollten Sie einen Blick auf die stark frequentierten Bereiche werfen.)
  • Bounce Rate
(Wie viele Besucher rufen lediglich eine Seite auf? Welche Seiten sind besonders stark betroffen?)
  • Conversions/Visits
(Wie hoch ist der Anteil der Besucher, die eine definierte Zieltransaktion erfüllen?)
  • Keywords (Intern)
(Wonach suchen Ihre Besucher – und was tun Sie nach der Suche?)

 

Suchmaschinenoptimierung Zahnarzt

Was ist eigentlich Suchmaschinenoptimierung (Abkürzung: SEO)?

Viele Website-Betreiber stecken eine Menge Zeit und Mühe in die Gestaltung ihres Internet-Auftritts. Trotzdem bleiben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. Das Problem: Die Website wird in den Ergebnislisten der Suchmaschinen nicht prominent genug aufgelistet. Hier lautet das Zauberwort oft „Suchmaschinenoptimierung“: Durch gezielte Anpassung der Website finden so mehr Besucher den Weg auf die Homepage.

Suchmaschinenoptimierung für Zahnärzte oder Search Engine Optimization (SEO) umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, die Positionierung einer Website in den Ergebnislisten der Suchmaschinen zu verbessern.

Um in den Listen möglichst weit oben zu erscheinen, muss die Website inhaltlich und eventuell auch in ihrer Struktur nach den Kriterien der Suchmaschinen gestaltet werden. Beim Ranking der Websites gehen Suchmaschinen vor allem nach Relevanz. Die Aufgabe der Website-Betreiber liegt deshalb vor allem darin, die für die Besucher interessanten Inhalte so darzustellen, dass die Suchmaschinen relevanten Content einfacher identifizieren können.

Im Wesentlichen funktioniert dies so: Zunächst müssen passende Suchbegriffe ermittelt werden. Diese sogenannten Keywords müssen dann in die Seite integriert werden. Außerdem spielt die Verlinkung der Website eine wichtige Rolle.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Suchmaschinenoptimierung“? Es handelt sich um ein entscheidendes Element des SEO. Die Voraussetzung dafür besteht in der systematischen Analyse der Website. Dementsprechend wird diese so verändert, dass sie als möglichst relevant eingestuft wird und bei einer Suchanfrage möglichst weit oben in der Ergebnisliste erscheint.

Die einzelnen Suchmaschinenbetreiber haben unterschiedliche Such-Algorithmen und Such-Kriterien. Dieselbe Website kann bei zwei Suchmaschinen an völlig anderer Position in der Ergebnisliste erscheinen. Aus diesem Grund sollte die Anpassung der Website nicht auf eine bestimmte Suchmaschine ausgerichtet sein, sondern sich an allgemeingültigen Regeln orientieren.

Um herauszufinden, welche Keywords den größten Erfolg versprechen für eine Zahnarztpraxis, bietet sich die Recherche in einer Suchbegriff-Datenbank an. Zudem gibt es verschiedene Recherche-Tools, die das Ermitteln geeigneter Keywords erleichtern. Dies können neben einzelnen Begriffen auch ganze Phrasen sein, für die mehrere Keywords kombiniert werden.

Im nächsten Schritt geht es beim SEO für eine Zahnarztpraxis darum, die Keywords oder Keyword-Phrasen in die Website zu integrieren. Idealerweise wird eine komplette Seite auf eine bestimmte Phrase ausgerichtet. Dies kann bedeuten, dass nicht nur bestehende Seiten optimiert, sondern eventuell auch neue hinzugefügt werden müssen. Wichtig sind außerdem die Gestaltung des Seitentitels (Title-Tag), ausgewiesener Überschriften (H1-, H2-Tags, etc.), Alternativtexte für Grafiken und Fotos sowie die Zusammensetzung der einzelnen URL-Bestandteile. Auf Meta-Keywords können Sie jedoch verzichten, da sie von den meisten Suchmaschinen nicht mehr beachtet werden.

 

Diese SEO Maßnahmen für Inhalt und Struktur der Zahnarztpraxis Website werden unter der Bezeichnung OnPage-Optimierung gebündelt. Daneben gibt es noch die sogenannte OffPage-Optimierung. Sie beschreibt diejenigen Methoden, die Website-Betreiber nicht direkt beeinflussen können. Dabei kommt vor allem der Verlinkung der Homepage innerhalb der Branche beziehungsweise der Thematik eine entscheidende Rolle zu. Jedoch kann der Website-Betreiber seinen Teil dazu beitragen, indem er sich in Linklisten und Verzeichnisse einträgt und eine aktive Pressearbeit betreibt.

 

Bei der Erstellung von Internet-Auftritten sollte auf Frames und Flash-Elemente verzichtet werden. Sie hindern Suchmaschinen daran, die Inhalte einer Website zu indexieren.

 

Zudem ist zu beachten, dass die Suchmaschinenbetreiber ihre Such-Strategien und -Algorithmen von Zeit zu Zeit verändern, um Missbrauch zu verhindern. Dementsprechend ist auch Suchmaschinenoptimierung für Zahnärzte keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Fazit: Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Zahnärzte ist ein wichtiges Marketing-Instrument: Sie trägt dazu bei, dass eine Website weit oben in den Suchergebnissen positioniert ist, idealerweise höher als die Konkurrenz. Dadurch finden mehr Besucher den Weg auf die entsprechende Website. Deshalb ist aktive, fortlaufende SEO eine entscheidende Aufgabe für Website-Betreiber.

Wem es dennoch nicht gelingt, einen zufriedenstellenden Traffic auf der eigenen Homepage zu erzeugen, sollte in Erwägung ziehen, sich bei einer professionellen Agentur Unterstützung zu holen.

 

Fehler 1: Website nicht auf Suchbegriffe abgestimmt

Suchmaschinen sind dumm. Wenn Sie eine Suchmaschine nach „last minute reisen“ fragen, sucht sie Seiten, in denen genau diese drei Wörter vorkommen. Hieraus folgen zwei Voraussetzungen:

  • Sie müssen wissen, nach welche Suchbegriffen und Kombinationen gesucht wird.
  • Sie müssen diese Suchbegriffe in Ihren Inhalten verwenden.

Fehler 2: Die Website ist schlecht verlinkt

Websites müssen – vor allem für Google – gut innerhalb der Branche/Thematik verlinkt sein. Nur wenn viele andere branchen-relevante Websites auf Ihre Website verlinken, können Sie oben in den Ergebnissen der Suchmaschinen erscheinen

 

Fehler 3: Technische Probleme

Häufig werden Technologien und Methoden eingesetzt, die Suchmaschinen daran hindern, die Inhalte einer Site zu indexieren. Hierzu zählen unter anderem Frames, dynamische URLs (häufig bei Content-Management-Systemen und Shop-Systemen) und Flash-Navigationen. Wichtig: Nicht alles, was hübsch aussieht, ist auch geeignet für Suchmaschinen.

 

Fehler 4: Unrealistische Ziele

Häufig haben Unternehmen unrealistische Ziele. Ein Top-10-Ranking für den Suchbegriff „last minute“ ist auch von erfahrensten Agenturen in der Regel nicht machbar. Und schon gar nicht zu einem Budget, das für die meisten Kunden vertretbar ist. Je mehr Konkurrenz es bei einem Suchbegriff gibt, umso schwieriger ist es, hierfür in der Top 10 zu erscheinen.

 

Fehler 5: Zu wenig Inhalte

Insbesondere für Google sind Inhalte sehr wichtig (neudeutsch: „Content is King“). Im Klartext: Die Website sollte über informativen, natürlichsprachlichen Text verfügen. Wenn Ihre Website sich also auf die „Startseite“, „Über uns“ und „Kontakt“ beschränkt, müssen dringend mehr Inhalte her!

 

Video in der Unternehmensdarstellung

Internetuser haben ein Faible für Videos. Besonders aus den Social-Media-Portalen sind die bewegten Bilder nicht wegzudenken. Videos unterhalten, vermitteln Emotionen und erklären komplexe Sachverhalte schnell und einfach. Ideale Voraussetzungen also, um Videos auch als Werbemittel einzusetzen und die Markenbotschaft mit bewegten Bildern zu transportieren. Das belegen auch Studien, die den Video-Ads Bestnoten im Hinblick auf Awareness, Akzeptanz und Glaubwürdigkeit attestieren. Entsprechend steigen die Mediabudgets für Videowerbung im Internet rasant an.

Video-Werbung funktioniert anders als TV-Werbung. Was nicht bedeutet, dass Unternehmen ihre teuer produzierten TV-Spots nicht auch für Werbung im Web einsetzen dürfen. Vorausgesetzt, es findet eine Anpassung an die typische Nutzung des Internets statt. Denn der Internet-User lässt sich nur ungern mit Werbung zwangsbeschallen wie beim Lean-Back-Medium TV.

Noch sind lineare Video-Ads, allen voran die Pre-Rolls, gängige Formen, um Werbevideos im Internet einzusetzen. Videos in klassische Banner „eingezwängt“ – sogenannte In-Banner-Videos – sind die beliebtesten Einbindungen auf Webseiten. Diese haben aber mit sinkenden Aufmerksamkeitsraten zu kämpfen und der Erfolg dieses erzwungenen Konsums bleibt immer öfter aus. Nutzer widmen sich in den „Werbepausen“ bei mangelndem Interesse anderen Dingen im Netz. Den Störfaktor ausschließen können Werbungtreibende mit useraktivierten Werbevideos. Hier kann der Konsument selbst entscheiden, welchen Inhalten er seine Aufmerksamkeit wie lange widmet. Das Lean-Forward-Medium Internet erfordert also, dass sich Video-Werbeformate an die aktive und selbstbestimmte Nutzung des Users anpassen müssen, um die Wirkung zu optimieren.

Echte View-Time-Modelle sind kosteneffizient durch Erfolgsabhängigkeit

Da der User im Web selbst entscheidet, ob und wie lange er sich überhaupt mit dem Video-Ad beschäftigt, wird immer öfter auch die Frage nach entsprechenden Abrechnungsmodellen laut. In diesem Zusammenhang wird die Währung Cost-per-Engagement (CpE) zunehmend relevanter. Denn hier wird nur die tatsächliche Beschäftigung mit dem Video über eine gewisse Dauer berücksichtigt und nicht ein vermeintlicher Werbemittelkontakt wie beim altbekannten TKP-Modell in Rechnung gestellt. Interaktionsbasierte Abrechnungsmodelle sind jedoch zur Zeit immer noch rar – Google, Facebook oder Vibrant Media bilden hier eine Ausnahme.

Eine Studie aus den USA (2011) bestätigt die steigende Nachfrage nach flexibleren und performancebasierten Abrechnungsmodellen: Demnach bevorzugten 23 Prozent der befragten Mediabuyer das CpE-Modell.

Übrigens: View-Time-Modelle machen es Werbungtreibenden leichter, die Wirkung eines TV-Spots im Web auszutesten, denn sie zahlen nur, wenn der User bewusst mit der Marke interagiert. Kommt der TV-Spot beim User nicht an und schließt dieser das Video schnell wieder, muss auch nicht gezahlt werden. Ein wichtiger Effizienzgewinn bei den derzeit hohen Werbepreisen für Video.

Thematische Einbettung & Interaktion

Aufgrund des Mangels an vermarktbarem Videoinventar wird derzeit immer noch zu wenig Wert auf thematisch passende Umfelder gelegt. Ein großer Fehler, denn auch der richtige Kontext, in dem Werbung läuft, trägt entscheidend zum Erfolg der Videowerbung bei. Die Vibrant-Umfrage hat weiter ergeben, dass aktuell nur ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) der Meinung sind, dass Video-Werbung zum Inhalt der Website passt, auf der sie zu sehen ist. 69 Prozent bezeichnen Video-Werbung überwiegend als völlig irrelevant. Bei der starken Branding-Wirkung von Video-Ads kann dies schnell zum Eigentor werden.

Fazit:

  • Der Nutzer möchte möglichst selbst bestimmen, wann und in welcher Form er Bewegtbild-Werbung sehen möchte.
  • Bewegtbild-Werbung sollte besser zum thematischen Umfeld passen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen und keine Markenschädigung zu riskieren.
  • Interaktions-Möglichkeiten und Schaltflächen auf dem Werbemittel fördern die Akzeptanz der Video-Werbung.

Von Abrechnungsmodellen wie Cost-per-Engagement oder auch Cost-per-View profitieren am Ende alle – Publisher, Werbungtreibende und User.

 

Die Möglichkeit, Werbung in ein humorvolles oder Kult-Umfeld einzubetten, ist naturgemäß besonders attraktiv – für das Marken-Image, aber eben auch für das Entwickeln von Mund-zu-Mund-Propaganda. Wer möchte nicht sofort seine Freunde und Bekannte an einem „guten Lacher“ teilhaben lassen? Bekannte Beispiele: Pee-mail oder der Video-Clip der Sprachschule Berlitz „German Coastguard“.

 

Spielen und Unterhalten

Nicht nur in den Büros erfreuen sich kleine, unterhaltende Online Games großer Beliebtheit. Vorteilhaft für die schnelle Verbreitung sind Gimmicks wie eine Highscoreliste und der direkte Vergleich mit einem Mitspieler durch den „send a friend“-Button.

 

Auch hier gilt „Keep it simple and stupid“. Und vor allem kurz. Je einfacher und schneller das Spiel zu absolvieren ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg und eine schnelle Verbreitung. Ein bekanntes Beispiel aus dem Internet: der Bundesdance der Süddeutschen Zeitung, eine karikative Tanzshow mit den bekanntesten Bundespolitikern, die sich im Wahljahr 2002 rasant verbreitete. Innerhalb kürzester Zeit wurden so Hunderttausende von Nutzern auf die Internet-Seite der Tageszeitung gelockt.  Oder das subservient chicken von Burger King, eins der weltweit erfolgreichsten Spiele.

 

Teilen und Tauschen

Die Geschäftsidee von Ebay und anderen Tauschbörsen basiert auf dem simplen Bedürfnis zu teilen und zu tauschen. Wie auf jedem herkömmlichen Flohmarkt wird gehandelt und gefeilscht. Dieser Kitzel unterhält und macht den Einkauf zu einem Erlebnis. Und am Ende lockt der Gewinn der Auktion als kleiner persönlicher Erfolg.

 

Erschrecken und Überraschen

Vielfach greifen auch die diversen Aufhänger in ihrer Wirkung in einander ein. Das Paradebeispiel ist die K-fee-Kampagne (www.k-fee.com), die zunächst erschreckt, dann aber zugleich sehr unterhaltsam ist und zum Lachen anregt. In 9 Spots wurden jeweils besonders friedlich, den Betrachter ruhig einlullende Szenen dargestellt. Passend zum Claim „So wach warst Du noch nie“ reißen dann ein ohrenbetäubender Schrei und eine ins Bild hüpfende Grimasse aus dem Schlaf.

 

Schockieren und Provozieren

Diese Strategie folgt einem bestimmten Ziel. Durch polarisierende, „krasse“ Bilder oder Botschaften wird die die öffentliche Diskussion angeregt. Für diese allgemeine Aufmerksamkeit wird auch gerne mal eine Abmahnung in Kauf genommen, so geschehen bei der „Sentenced to death“-Kampagne von Benetton, einer Klassik-Kampagne mit viralem Charakter. Die sich rasant entwickelnde Diskussion drehte sich um die Frage „Was darf Werbung? Und wo sind die moralischen Grenzen?“ Benetton war in aller Munde.

 

Belohnen und Verschenken

Das Prinzip ist aus der Offline Welt bekannt. „Wirb einen Abonnenten und Du bekommst eine Kaffeemaschine“. Oder die Einzelhändler locken mit Rabatten und Punktesystemen.

 

Das gleiche Prinzip lässt sich natürlich hervorragend im Internet umsetzen.

Der Online Shop amamazon.com biete jedem neuen User einen 5 Euro Willkommensgutschein. Für jeden neu angeworbenen Kunden, bekommt er ebenso 5 Euro gutgeschrieben.

 

Hartnäckige Viren bahnen sich ihren Weg

Entscheidend ist die richtige Initial-Zündung und den Tonfall der Zielgruppe zu treffen. Aber auch die Frage, wie der Virus auf den Weg zu bringen ist, via Email oder Newsletter, durch Platzierung in Blogs oder Foren, Suchmaschinen, Link-Listen oder mittels eine Gewinnspiels. Es bieten sich zahlreiche Wege der Multiplikation, die häufig auch parallel oder versetzt genutzt werden. Es gibt jedoch keine Virulenz auf Knopfdruck. Auch eine virale Aktion muss zunächst die kritische Masse von ca. 15-20% der Zielgruppe überschreiten, bevor sie „abhebt“. Da heißt es also „Geduld, Geduld!“

 

Für welche Zielgruppen eignet sich virales Marketing?

Der Einsatz viraler Maßnahmen ist grundsätzlich in jeder Branche denkbar. Von sensiblen Produkten und Dienstleistungen beispielsweise der Finanzindustrie hin zu Konsumgüterartikeln, von Lifestyle hin zu old-fashioned, von 5-Cent-Artikeln zu Luxusgütern, für jegliche Form ist dieses Marketing einsetzbar. Wichtig ist jedoch eine differenzierte Betrachtung der strategischen Zielsetzung, der Branche, Zielgruppe und Botschaft.

 

Branchen mit kommunikationsfreudigen und aufgeschlossenen Internet-Nutzern eignen sich besonders gut für virale Maßnahmen. Im B2C-Bereich mit einem die Nutzer verbindenden Element (Email oder Teilnahme an Chats, Foren, sozialen Netzwerken wie Flickr und Youtube etc.) können sich Kommunikationsviren ideal verbreiten.

 

Trends im viralen Marketing

Das virale Marketing entwickelt sich rasant weiter. Da seine Wirkung auf dem News-Wert basiert, wird es immer anspruchsvoller.

Aber auch die Ansprüche an die Gesamtdramaturgie steigen: Marketing-Konzepte, die imagebildend, langfristig wirken sollen, müssen durch einen roten Faden zusammengehalten werden. Sie sollten immer wieder eine Auffrischung durch mehrere kleine, aufeinander aufbauende oder sich ergänzende Aktionen erfahren. Und diese sollten crossmedial zu verlinken sein. Ein Beispiel: Reiner Irrwitz, ein fiktiver Reporter, der für Sil Fleckenentferner von Henkel seinen Auftrag folgendermaßen beschreibt: „Tickt die Welt noch sauber? Ich krieg’s raus!“ Er macht immer wieder offline von sich reden, indem er durch Guerilla-Aktionen die Marke Sil ins Gespräch bringt und seine „Erlebnisse“ dann online kommentiert und verbreitet.

Ein weiterer starker Trend beim Viral Marketing sind Personality Stories: im Mittelpunkt steht jeweils wie bei Reiner Irrwitz eine (fiktive) Person, die von sich reden macht. So auch Mary Woodbridge, eine 85-jährige Dame, die alle Welt an den Vorbereitungen ihrer Everest-Expedition teilhaben ließ. Sie wollte den Berg gemeinsam mit ihrem Dackel Daisy ohne Sauerstoff-Geräte besteigen. Diese Geschichte hat weltweit in Zeitungen, Newsportalen, Foren und im Hörfunk für Schlagzeilen und Diskussion gesorgt. „Wo liegen die Grenzen solcher Expeditionen?“. Hunderttausende Nutzer erfreuten sich an den „selbst gedrehten“ Videos, die die Vorbereitungen auf die Expedition dokumentierten. Das Rätselraten nahm erst ein Ende, als der Schweizer Bergsportausrüster Mammut auf der Website davor warnte, dass gute Ausrüstung zu leichtsinnigen  Aktivitäten führen kann. Mary Woodbridge aber hatte ihre Fan-Gemeinde.

 

Ein Muss: professionelle PR-Arbeit

Die PR-Arbeit ist der Turbo viraler Aktionen und sie muss von Anfang an das Konzept begleiten. Sie kann nur im Ausnahmefall das Virus selbst setzen. Aber sie kann es unterstützen, über die Wirkung berichten und selbst als Multiplikator fungieren. Nutzen Sie Zahnarzt Marketing mit uns für Ihre Außendarstellung.